Archiv der Kategorie: Allgemein

Die Sache mit der Umsatzsteuer

Irgendwie wird in Gruppen immer wieder behauptet, der Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung würde sich nicht lohnen, weil man oftmals ja dennoch „was zahlen“ müsse. Hier liegt grundsätzlich ein Verständnisfehler vor, den ich deshalb erklären möchte:

Auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten, lohnt sich immer – na ja, zumindest, wenn Sie Ihre Umsatzsteuererklärung selber machen. Wenn Sie einen Steuerberater damit beauftragen, mag die Sache anders aussehen. Aber die Umsatzsteuererklärung ist, im Gegensatz zur Einkommensteuererklärung, wirklich ein Kinderspiel und sollte nicht länger als eine Stunde im Monat oder Quartal – je nachdem, wie oft Sie Ihre abgeben müssen – in Anspruch nehmen.

Selbst wenn Sie nach Abgabe dieser Umsatzsteuererklärung „was zahlen“ müssen, haben Sie Geld gespart! Ein Rechenbeispiel:

Sie haben in einem Quartal Rechnungen in Höhe von 5.000 Euro ausgestellt – plus Umsatzsteuer, der Einfachheit halber gehe ich hier von durchgehend 19 % aus, das wären also 950 Euro. Diese 950 Euro müssen Sie zwar ans Finanzamt abführen – aber nicht zahlen, denn gezahlt hat die ja der Kunde. Diese 950 Euro laufen quasi nur über Ihr Konto vom Kunden ans Finanzamt, gehören Ihnen jedoch zu keinem Zeitpunkt.

Wenn Sie im selben Quartal Ausgaben in Höhe von 2.000 Euro brutto hatten, z. B. anteilige Miete für Ihr Arbeitszimmer (plus Strom, Gas und Wasser), Telefonkosten, Handykosten, Fachliteratur, Mitgliedsbeitrag für Berufsverbände, Hosting für Ihre Website, Kosten für Ihren Korrekturleser, Webdesigner, Ausgaben für einen neuen Computer oder Software, haben Sie für all diese Ausgaben Umsatzsteuer bezahlt (na gut, nicht für alle, Miete und Mitgliedsbeitrag sind umsatzsteuerfrei – aber wir wollen ja nicht kleinlich werden). Diese gezahlte Umsatzsteuer erhalten Sie vom Finanzamt zurück – bei 19 % wären das knapp 320 Euro.

Wenn Sie also in der Umsatzsteuererklärung eintragen, dass Sie 950 Euro an Umsatzsteuer eingenommen und 320 Euro ausgegeben haben, müssen Sie mitnichten die Differenz von 630 Euro an das Finanzamt „zahlen“, sondern Sie haben die vollen 320 Euro gespart! Ja, Sie müssen 630 Euro an das Finanzamt überweisen, aber wie gesagt: Die gehörten Ihnen nie. Von den 950 Euro, die Ihr Kunde auf Ihrem Konto geparkt hat, dürfen Sie 320 Euro behalten!

Als Kleinunternehmer müssten Sie zwar am Quartalsende nichts ans Finanzamt überweisen – Sie hätten aber auch keine 950 Euro als Leihgabe auf Ihrem Konto gehabt und für alle Ausgaben 320 Euro mehr gelöhnt als die Umsatzsteuerpflichtige.

Verstanden? Der Verzicht auf den Kleinunternehmerparagrafen lohnt sich also immer – in diesem Rechenbeispiel hätten Sie 320 Euro pro Quartal mehr im Geldbeutel. Und die sind der Aufwand für die Umsatzsteuererklärung doch wert! Der wirklich gering ist. Beim ersten Mal muss man sich zwar reinfinden, aber ab dann flutscht das und ist wirklich keine große Sache. Einnahmen getrennt nach Steuersätzen und Herkunftsland eintragen (19 % 7 %, EU oder Nicht-EU), Ausgaben ebenso aufgeschlüsselt eintragen – fertig. Ich mach das mit Elster, das kostet gar nichts.

Also: Keine Angst vor der Umsatzsteuer!

Ende des Männerbuchs

Zwei Monate lang gab es nun die männliche Version von „Überleben als Übersetzer” in der männlichen Version – für mich auch als Test, ob sich die Lesern wirklich so sehr an der weiblichen Form im Buch stören, wie es immer wieder in Diskussionen geäußert wird.

Das Ergebnis: Ein einziges Mal wurde die männliche Version heruntergeladen, und das dann auch als kostenlose Zugabe zum Taschenbuch. Ich schließe daraus, dass sich niemand wirklich an der weiblichen Form im Buch stört. Womöglich, weil eben tatsächlich die meisten übersetzerisch Tätigen weiblich sind. Wie auch immer: Das Männerbuch ist damit gestorben, und ich möchte nie wieder in einer Diskussion irgendetwas Abfälliges über die weibliche Form im Buch lesen. Alle Gegner derselbigen hatten ihre Chance!

Weihnachtsverlosung!

Sie würden das Buch „Überleben als Übersetzer” ja schon gern haben, doch leider sitzt das Geld gerade nicht so locker? Wie praktisch, dass bald Weihnachten ist! Zu diesem Anlass verlost Co-Autorin Kerstin Fricke zwei Exemplare der Taschenbuchversion in ihrem Blog. Einfach Kommentar hinterlassen, und mit etwas Glück ist ein Buch noch dieses Jahr in Ihrem Briefkasten! Hier geht’s lang: https://pbcat.blog/2016/12/20/weihnachtsverlosung-ueberleben-als-uebersetzer-gewinnen/

Also, bei Kerstin kommentieren, nicht hier. Also, Sie können natürlich auch hier kommentieren. Aber dadurch nehmen Sie nicht an Kerstins Verlosung teil 🙂

Überleben als Übersetzer – Das Männerbuch

cover-maennlichSie sind ein Mann und scheuen sich davor, ein Buch mit der weiblichen Form im Titel zu kaufen?

Sie finden, dass es in der Arbeitsweise von Männern und Frauen sowieso absolut rein gar keine Unterschiede gibt, weshalb ein Marketingratgeber speziell für Frauen komplett bescheuert ist?

Oder stolpern Sie aus reiner Ungewohntheit ständig über die durchgehend weiblichen Berufsbezeichnungen im Buch?

Dann gibt es jetzt Abhilfe! Ab heute erhältlich: „Überleben als Übersetzer“ in der Männerversion: „Das Handbuch für freiberufliche Übersetzer“. Absolut identischer Inhalt wie im Frauenbuch – wenn es keine Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, sind ja auch keine inhaltlichen Änderungen notwendig –, jedoch durchweg mit männlichen Berufsbezeichnungen. Lediglich die Kapitel der Berufsverbände habe ich unverändert gelassen – diese schreiben eh immer „Übersetzerinnen und Übersetzer“. Und natürlich bleiben auch wir Autorinnen weiblich.

Nur bestellbar über den Shop in diesem Blog, nur in den Versionen Mobi und ePub und nur für einen begrenzten Zeitraum!

Auf dass sich nun weniger Männer vernachlässigt fühlen. Hoffentlich kommt jetzt keiner an und beschwert sich, dass das Buch ja nur für übersetzerisch Tätige ist und nicht auch für andere Berufsgruppen … *seufz*

Lieferbar!

14953573_1181051178599011_99837325718381068_nGestern, just am angekündigten Tage, hat der UPS-Mensch mir tatsächlich zwei Pakete mit Büchern gebracht. Von denen ich 35 Exemplare in 28 Versandtaschen verpackt und zur Post gebracht habe. Heute sollten somit schon die ersten Leserinnen ihr Taschenbuch in Händen halten, denn auch Amazon sollte gestern versandt haben.

Auf jeden Fall sind die Bücher nun bei mir vorrätig, und ich versende, je nach Uhrzeit des Eingangs von Bestellung und Zahlung, noch am selben Tag, spätestens jedoch am nächsten. Auch im Verzeichnis lieferbarer Bücher ist „Überleben als Übersetzer“ jetzt als lieferbar markiert und kann vom Buchhandel bestellt werden. Lief ja dann doch alles wie geplant!