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Korrekturleser gesucht?

Heute mal ein Beitrag mit ein bisschen Werbung der anderen Art.

Wie im Buch geschrieben – und an mehreren Stellen immer und immer wieder erwähnt – ist ein Korrekturleser, vor allem bei Direktkunden, absolut unverzichtbar. Sie können Ihre eigene Übersetzung noch so oft selbst durchlesen, von vorne nach hinten und von hinten nach vorne, in einer anderen Schriftart und was es sonst noch so für Tricks gibt, um eigene Fehler wieder zu erkennen – ein zweites Augenpaar wird immer mehr sehen.

Es gibt vermutlich zwei Gründe, aus denen Übersetzer/-innen dennoch auf einen Korrekturleser verzichten: Geld und Angst vor Kritik.

Auch ich habe in der Vergangenheit mehrere Korrekturleser „durchprobiert“ und mit einigen konnte ich gar nicht; oft ist das eine Sache der Chemie. Manchmal fühlt man sich schlicht gemaßregelt oder der Korrekturleser ändert Sachen, die nicht falsch sind, und das kostet nicht nur Zeit und Geld; es nervt auch ungemein.

Wie auch immer: Inzwischen habe ich die perfekte Lösung in Form meines Sohnes. Es fing an, dass er nur von  mir übersetzte Urkunden auf Vollständigkeit überprüfte, dann las er meine selbst geschriebenen Texte Korrektur, irgendwann übernahm er den zweiten Korrekturdurchgang bei Texten, die ich selber im Kundenauftrag checke, und inzwischen geht alles, was aus meiner Tastatur strömt, vor Abgabe durch seine Hände. Dafür bezahle ich ihn natürlich; er ist brav beim Finanzamt gemeldet und bringt mir jeden Monat seine Rechnung vorbei. Nur Fachtexte, für die ich einen Korrekturleser mit entsprechendem Fachwissen brauche, gebe ich extern ins Korrektorat.

Besagter Sohn Mika ist inzwischen 22 Jahre alt, studiert und bekommt seit diesem Semester kein Bafög mehr. Was der Grund für die jetzige Werbung ist. Er würde gern auch für andere Personen Korrektur lesen. Und da er Student ist, fallen oben erwähnte Gründe, die sonst gegen einen Korrekturleser sprechen, weg: Er ist nicht so teuer (vor allem fällt als Kleinunternehmer die Umsatzsteuer weg) und korrigiert alles andere als überheblich: Er holt Tipp-, Rechtschreib- und Grammatikfehler aus dem Text und fügt Kommentare ein, wenn er auf einen Logikfehler stößt – mehr nicht. Nie formuliert er irgendetwas um, nur weil er das so besser findet, und nie streicht er irgendwelche Sachen, nur weil er persönlich sie für überflüssig hält. Ich hab ihn da wirklich perfekt erzogen. Und er macht seinen Job richtig gut! Ich arbeite für eine Agentur, bei der ich den korrigierten Text zur Abnahme der Änderungen bekomme und anschließend die gesetzte PDF-Datei zum Check – und diesen Check überlasse ich inzwischen Mika. Und er findet jedes verflixte Mal noch Fehler, die selbst dem Korrekturleser entgangen sind!

Wenn Sie also einen Korrekturleser bräuchten und sich bisher nur nie getraut haben, möchte ich Ihnen meinen Sohn Mika Neidhardt wärmstens ans Herz legen. Wir haben ihm die Tage im Schnelldurchgang eine Website erstellt (die mit etwas Ruhe auch schöner werden wird), die Sie unter www.mika-neidhardt.de finden. Nur keine Scheu! Er ist wirklich ein Netter. Und Guter.

Der Shop ist dicht!

Der Shop ist auf vorerst verschwunden! Gerade habe ich die E-Book-Version von „Überleben als Übersetzer“ bei KDP Select angemeldet, damit es im Rahmen des Kindle-Unlimited-Abos ausleihbar ist.

Bis mindestens März 2019 ist „Überleben als Übersetzer“ somit nur noch bei Amazon verfügbar. Na gut, das Taschenbuch auf Bestellung auch über den Buchhandel. Im März ist dann auch das MOSS-Problem gelöst und ich kann alle E-Book-Versionen über den Shop wieder weltweit verkaufen.

Ich freue mich nun auf drei Monate weniger Arbeit und bin gespannt, wie die Ausleihmöglichkeit angenommen wird!

KDP Select

Sollte jemand mit dem Gedanken spielen, die ePub- oder PDF-Version von „Überleben als Übersetzer“ kaufen zu wollen, es aber immer wieder vor sich her schieben – warten Sie nicht zu lange! Nächste Woche werde ich den Verkauf der E-Books im Shop für drei Monate komplett einstellen, damit die Mobi-Version bei KDP Select auf Amazon teilnehmen kann. Dann können Interessierte mit Kindle-Unlimited-Abo die E-Book-Version kostenlos ausleihen. Voraussetzung für die Teilnahme ist allerdings die Exklusivität, weshalb in der Zeit keine elektronische Version irgendwo anders gekauft werden können darf.
Nach den drei Monaten sehen wir weiter, ob sich das gelohnt hat! Vermutlich werd ich’s aber bei den drei Monaten belassen; die PDF-Version ist einfach zu beliebt und es wäre schade, sie auf Dauer gar nicht mehr verkaufen zu dürfen.

Kein Versand des Taschenbuchs mehr

Manchmal wundert es mich gar nicht, dass Leute lieber hartzen als sich selbstständig zu machen. Ich hatte mich ja bereits frustriert über die Sache mit der Umsatzsteueridentifikationsnummer ausgelassen, die mir für diesen Shop fürs Buch nicht vergeben werden konnte, weil ich angeblich nicht beim Finanzamt gemeldet wäre – obwohl ich das Schreiben vom Finanzamt mit Bestätigung meiner Meldung mitsamt Steuernummer mitgeschickt hatte. Diesem bürokratischen Irrsinn sind bereits die Verkäufe des Buchs in jedem Format an Personen innerhalb der EU, aber außerhalb Deutschlands zum Opfer gefallen.

Nun hat sich wer auch immer die nächste Hürde ausgedacht: das Verpackungsgesetz. Anstatt die Entsorgungskosten für Versandverpackungen einfach dem Hersteller anzulasten, der die Kosten auf die Verpackungen umlegt, weil alles, was hergestellt wird, logischerweise auch irgendwann entsorgt werden muss, muss derjenige die Entsorgung dieser Verpackungen bezahlen, der sie erstmals in den Umlauf bringt und gewerblich nutzt. Da fängt der Wahnsinn ja schon an: Müssen Verpackungen, die Privatpersonen neu kaufen und nutzen denn nicht irgendwann entsorgt werden?!

Wie auch immer: Mir wird der Kram für die paar Bücher, die ich über diesen Shop verkaufe, inzwischen wirklich zu blöde. Ich stelle den Verkauf der Taschenbuchversion von „Überleben als Übersetzer“ für diesen Shop somit ein. Die paar Exemplare, die ich noch hier habe, versende ich an bestellende Buchhandlungen – da greift die Verpackungsverordnung nicht, ist ja B2B. Weiß der Teufel, wer dann für die Entsorgung der Verpackung bezahlt! Mir doch egal. Das ist Papier, verdammt, würde ich das zum Recyclinghof bringen, bekäme ich sogar noch Geld dafür, eben weil es ein Rohstoff ist, aus dem man neues Papier machen kann! Aber ich schreib mich schon wieder in Rage.

Es gibt nun also nur noch die drei E-Book-Versionen zu kaufen und die der Einfachheit halber auch nur noch innerhalb Deutschlands. Irgendwie schleichen sich nach Plug-in-Updates immer mal wieder EU-Länder in die Liste und Leute aus EU-Ländern bestellen und ich habe keine Ahnung, wie ich das ohne Umsatzsteueridentifikationsnummer und MOSS-Verfahren abrechnen soll.

Mal sehen, was sich die da oben als Nächstes ausdenken. Vielleicht muss ich irgendwann auch die Stromkosten für die Personen tragen, die mein E-Book auf ihrem Rechner, Tablet oder E-Reader lesen?

*kopfschüttelndab*