Mit Freundlichkeit kommt man immer weiter!

Vor über 20 Jahren, als ich anfing, freiberuflich als Übersetzerin zu arbeiten, bekam ich ein paar Aufträge von der damaligen Firma meines Vaters. Und eines Tages erzählte er mir, er habe von der zuständigen Person gesteckt bekommen, dass ich so unhöflich sei in meinen E-Mails, woran das denn liegen würde. Ich bin damals aus allen Wolken gefallen, hielt ich meine E-Mails doch für sachlich-professionell. Aber eben dieser rein sachlich-professionelle Stil kommt beim Empfänger gern unfreundlich an.

Beispiel gefällig? Stellen Sie sich vor, Sie schreiben einen Webdesigner an, erzählen, dass Sie Übersetzerin sind, eine Website brauchen, umreißen, was die Seite können muss, und bitten um ein Angebot.

Mögliche Antwort Nr. 1:

Sehr geehrte Frau Lalalu,

anbei finden Sie mein Angebot im PDF-Format.

MfG

Webdesigner

 

Mögliche Antwort Nr. 2:

Moin, Frau Lalalu,

vielen Dank für Ihre Anfrage! Das ist ja ein interessanter Job, den Sie da haben. Faszinierend, wenn jemand eine Fremdsprache so gut beherrscht!

Gerne würde ich mit Ihnen gemeinsam an Ihrer Website arbeiten. Anbei finden Sie mein Angebot im PDF-Format.

Würde mich freuen!

Gruß und ein erholsames Wochenende

Webdesigner

Na, wen von beiden würden Sie lieber beauftragen? Ich persönlich bekomme bei Nr. 1 schlechte Laune, während mir Nr. 2 ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.

Anderes Beispiel. Sie arbeiten an einem Text und Ihnen fällt ein Fehler auf, den Sie dem Kunden mitteilen möchten.

Mögliche E-Mail Ihrerseits Nr. 1:

Sehr geehrte Frau Pipapo,

auf Seite 23 des Textes befindet sich ein Fehler. Es muss xy heißen, nicht yz.

MfG

 

Mögliche E-Mail Ihrerseits Nr. 2:

Moin, Frau Pipapo,

kann es sein, dass sich auf Seite 23 ein Fehlerchen eingeschlichen hat? Sollte es vielleicht xy heißen und nicht yz? Oder verstehe ich etwas falsch?

MfG

 

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber bei Nr. 1 würde ich mich persönlich angegriffen fühlen und bei Nr. 2 wäre mir der Fehler nur peinlich und ich wäre dankbar für den Hinweis.

Und so macht der Ton die Musik. Ich hatte für meinen Buchübersetzungsservice ins Englische anfangs drei Lektorinnen. Alle haben immer gute Arbeit pünktlich geliefert, doch nur eine war freundlich. Hörte in den Nachrichten von den Überflutungen und fragte mich, ob ich womöglich betroffen sei. Erzählte von den Unruhen in ihrer Heimatstadt. Erzählte im Laufe der Zeit von ihren Kinder und äußerte Freude darüber, wie gut sich unsere Zusammenarbeit entwickelt habe und wie glücklich sie darüber sei. Im Gegenzug erzähle ich natürlich auch so dies und das, und so kam es, dass ich irgendwann nur noch sie beauftragte und die anderen beiden Lektorinnen gar nicht mehr. Einfach, weil ich mich immer über die netten E-Mails von ihr freue und sie mir das gute Gefühl vermittelt, dass sie sich über meine E-Mails freut.

Damals, vor über 20 Jahren, hielt ich meine Sachlichkeit für Professionalität. Man kann aber durchaus freundlich sein und dennoch professionell. Und gerade bei E-Mails muss man eine große Schippe Freundlichkeit drauflegen, weil Sachlichkeit allzu leicht unfreundlich rüberkommt.

Deshalb einfach mein Tipp zur Kundenbindung: Seien Sie sehr, sehr freundlich. Verleihen Sie E-Mails eine persönliche Note. Loben Sie, wenn es sich anbietet. Verschicken Sie mit jeder E-Mail eine Portion gute Laune. Die kommt an! Und macht süchtig. Und schon schreibt man Ihnen gerne 😊

Probeübersetzungen

Immer wieder werden sie von Übersetzerinnen verlangt, meist von Agenturen: Probeübersetzungen. In der Regel unbezahlt. Das nervt; immerhin würde auch niemand von einem Webdesigner verlangen, mal eben zur Probe eine Website zu erstellen. Referenzen und Zeugnisse sollten schließlich reichen!

Absolut richtig, deshalb erstelle ich selbst in der Regel auch keine kostenlosen Probeübersetzungen; es gibt jedoch Ausnahmen, und eine ist die Übersetzung von Büchern. Da sehe ich vollkommen ein, dass ein Verlag oder eine Autorin sich vor Auftragsvergabe ein Bild vom Stil der Übersetzerinnen machen oder auch mehrere Proben miteinander vergleichen möchte.

Ich selbst habe seit nunmehr fast zwei Jahren einen Buchübersetzungsservice aus dem Deutschen ins Englische unter www.ihr-buch-auf-englisch.de, und da der recht gut läuft und immer mal wieder Übersetzerinnen aus dem Team fallen, brauche ich immer mal wieder Nachschub. Inzwischen suche ich nur noch über ProZ nach neuen Kolleginnen; anfangs habe ich brav die Datenbank des ATA durchforstet und drei geeignete Kandidatinnen angeschrieben, aber nachdem ich nur von zweien überhaupt eine Antwort erhielt und mich von der dritten nach dem ersten Auftrag trennen musste, bin ich davon abgekommen. Über ProZ kommen zwar eine Menge völlig indiskutable Angebote rein, aber auch ein paar Perlen. Und die finde ich unter anderem durch die Probeübersetzung. Bei der es nicht allein um die Qualität der Übersetzung geht. Im Folgenden möchte ich darlegen, wie ich persönlich eine Auswahl treffe; die Kriterien können natürlich von anderen Agenturen abweichen, aber vielleicht hilft es dennoch der einen oder anderen Kollegin.

Im ersten Schritt werden alle Zuschriften ausgesiebt, die sich nicht wirklich auf meine Ausschreibung beziehen. Wenn ich auf Deutsch nach einer Literaturübersetzerin mit amerikanischem Englisch als Muttersprache suche, werden alle gelöscht, die:

  • auf Englisch antworten,
  • eine andere Sprache oder ein anderes Englisch als Muttersprache haben,
  • mir mit Trados Rates kommen (Trados ist toll, aber bei Romanübersetzungen eher nicht so hilfreich),
  • zweisprachig aufgewachsen sind und in beide Richtungen überset,
  • nur eine Standardantwort schicken, in der es mitnichten um Literaturübersetzungen geht.

Ebenfalls recht schnell ausgeschlossen werden Kandidatinnen, die

  • alle Fachgebiete übersetzen,
  • mehr als 3 Fremdsprachen übersetzen,
  • in die Fremdsprache übersetzen,
  • einen Output von über 4.000 Wörter pro Tag angeben,
  • Dumpingpreise bieten.

Alle anderen schreibe ich (auf Deutsch) an, erkläre mein Unternehmen genauer und bitte mir zu antworten, wer noch interessiert ist. Nach der Antwort fliegen die nächsten Kandidatinnen raus, nämlich jene, die:

  • länger als 24 Stunden für die Antwort gebraucht haben,
  • Rückfragen stellen, die in der Mail beantwortet wurden, einfach, weil mir das zeigt, dass entweder die Deutschkenntnisse nicht ausreichen oder der Inhalt eines Textes nicht erfasst werden kann – beides keine guten Voraussetzungen für eine Literaturübersetzerin.

Aber dann versende ich endlich den Probetext! Noch bevor ich die Übersetzung durchgelesen habe, scheiden die nächsten Anwärterinnen raus:

  • Deadline verpasst. Ich gebe ein konkretes Datum, bis zu dem ich den Probetext haben möchte. Und ich lebe in Deutschland. Wer also auf den letzten Drücker abgibt oder gar zu spät, auch wenn das Datum in den USA noch passt, ist raus. Den Stress, bei einem Buchprojekt zitternd auf den fertigen Text warten zu müssen, tue ich mir nicht an.
  • Zu viele Rückfragen. Rückfragen ist manchmal notwendig und erwünscht, aber drei Rückfragen bei einem Probetext von 300 Wörtern sind definitiv zu viel. Auf einen kompletten Roman hochgerechnet, wäre ich wochenlang allein mit Beantwortung der Rückfragen beschäftigt, und den Stress tue ich mir nicht an. Ein bisschen selbstständiges Arbeiten erwarte ich schon.
  • Kommentare im Text. Oder verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten, aus denen ich mir eine aussuchen kann. Logischerweise erwarte ich einen fertigen, selbstständig übersetzten Text und keinen Flickenteppich, den ich mir anschließend selbst zusammensetzen muss. Allein der Arbeitsaufwand! Nein, danke.
  • Formatierung verhauen. Wer auch nur die Schriftart oder den Zeilenabstand ändert oder gar den Probetext in Tabellenform neben dem Original abgibt (mit der Anmerkung, das auch mit einem kompletten Buch machen zu wollen), ist raus. Ich habe nicht die geringste Lust, bei einem 400-Seiten-Roman die Formatierung zu reparieren.

Und erst dann bewerte ich die Qualität der Übersetzung. Von allen Interessentinnen auf meine letzten ProZ-Ausschreibung hat es nur ein einziger bis hierhin geschafft. Glücklicherweise war seine Übersetzung dann auch die beste 😊 Sonst hätte ich von vorne anfangen müssen. Denn was nutzt mir der kreativste Übersetzer, wenn die Zusammenarbeit für mich Stress bedeutet?

Was ich damit sagen will: Das persönliche Auftreten ist ungemein wichtig. Überall im Leben und auch bei der Suche nach Übersetzungsaufträgen. Wir alle möchten möglichst wenig Stress haben, und das geht am besten mit freundlichen, selbstständigen, mitdenkenden, engagierten und zuverlässigen Personen im Umfeld. Und auch diese Kriterien werden durch die Probeübersetzung getestet; Referenzen und Zeugnisse helfen da leider nicht weiter.

„Überleben als Übersetzer“ als E-Book dauerhaft kostenlos

Fast 5 Jahre ist die aktuelle Version von „Überleben als Übersetzer“ nun alt; die erste Version ist sogar bereits vor 9 Jahren erschienen. Und noch immer verspüre ich nicht die geringste Lust, das Buch zu überarbeiten und zu aktualisieren. Das meiste ist auch schlicht zeitlos, insofern finde ich nicht, dass sich der Aufwand lohnen würde.

Natürlich verkauft es sich immer weniger – nach 9 Jahren hat es wohl schlicht jede*r :-) –, und wäre ich ein Verlag, würde ich das Buch wohl schlicht aus dem Programm nehmen. Aber ich bin ja kein Verlag! Und das Buch ist nach wie vor sicherlich eine echte Hilfe für beginnende Übersetzerinnen und solche, die ihre Tätigkeit ausbauen möchten.

Und so habe ich nach Rücksprache mit den Co-Autorinnen beschlossen, die E-Book-Versionen von „Überleben als Übersetzer“ von nun an dauerhaft kostenlos anzubieten. Unter Downloads sind alle drei Versionen (PDF, Mobi und ePub) erhältlich. Ohne Eingabe von Daten, ohne Tracking, sogar ohne VGWort-Einbindung (weil ich’s nicht hingekriegt habe). Allein die Anzahl der Downloads wird gezählt.

Die Taschenbuchversion von „Überleben als Übersetzer“ ist nach wie vor für 19,90 Euro über Amazon* erhältlich; logischerweise fallen bei einem haptischen Buch Produktions- und Versandkosten an, sodass da am Preis nichts zu machen ist.

Unser Ziel als Autorinnen war es immer, Kolleginnen zu helfen, professioneller aufzutreten und von ihrer Übersetzerei wirklich leben zu können. Ich hoffe, wir konnten das bei vielen Leserinnen bewirken. Und vielleicht können wir nun auch jenen helfen, bei denen bisher noch nicht einmal das Geld für das Buch gereicht hat.

Mögen euch die Kunden die Bude einrennen und möge es Aufträge regnen!

Kostenlose Girokonten für Freiberufler

Ich habe aufgeräumt. Und werfe gerne Sachen weg. Und habe im Zuge der SEO-Workshops an meinen Websites ein wenig rumsuchmaschinenoptimiert. Und so kam es, dass ich einen ganzen Schwung Posts meines Blogs unter www.miriam-neidhardt.de/blog gelöscht habe. Als ich damals anfing zu bloggen, habe ich einfach geschrieben, was mir in den Sinn kam; manches hatte gar nichts mit dem Übersetzen zu tun und viele Beiträge richteten sich an Kolleginnen. Im Blog meiner Hauptseite möchte ich nun aber nur noch für potenzielle Kunden Relevantes verbloggen; für Tipps für Kolleginnen habe ich ja dieses Blog zum Buch hier.

Einer der gelöschten Beiträge über kostenlose Geschäftskonten für Freiberufler jedoch war recht beliebt, wurde viel gelesen und war auch durchaus interessant; wenn auch inzwischen veraltet. Und deshalb hier eine aktuelle Fassung:

Brauche ich als Freiberufler ein separates Geschäftskonto?

Jain. Es gibt keine „Geschäftskundenpflicht“ für Freiberufler. Im Prinzip reicht ein Girokonto für alle privaten und geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben aus. Es ist aber anzuraten, Privates und Geschäftliches zu trennen:

  1. Die meisten Girokonten dürfen nur privat genutzt werden. Bei Kontoeröffnung geben Sie in der Regel an, das Konto rein privat zu nutzen. Nutzen Sie es dann dennoch geschäftlich, kann es vorkommen, dass Sie ein Schreiben der Bank erhalten mit der Aufforderung, die geschäftliche Nutzung umgehend einzustellen, sonst wird das Konto gekündigt. Das kann manchmal Jahre dauern! Mir ist es so bei der DKB passiert.
  2. Im Falle einer Steuerprüfung müssen Sie eventuell alle Kontoauszüge präsentieren, um nachweisen zu können, dass Sie wirklich alle Einnahmen versteuern. Haben Sie nur ein Konto, hat das Finanzamt damit auch Einblick in all Ihre privaten Kontobewegungen. Und wenn Sie mal etwas bei eBay verkaufen, müssen Sie womöglich belegen, dass es sich hier um eine private Einnahme handelt. Im besten Fall ist das nur lästig; im schlechtesten Fall wird es teuer.
  3. Mit zwei Konten haben Sie schlicht einen besseren Überblick über Ihre Finanzen. Ich überweise mir ein monatliches „Gehalt“ von meinem Geschäfts- auf mein Privatkonto. So habe ich, wie eine Arbeitnehmerin, ein monatliche Budget. Was am Jahresende und nach Steuern noch auf dem Geschäftskonto liegt, ist Überschuss und kann für die Altersvorsorge zurückgelegt werden.

Kostenlose Girokonten für den Privatgebrauch:

DKB. Seit vielen Jahren meine Lieblingsbank. Mit der Kreditkarte kann man überall auf der Welt und an jedem Automaten kostenlos Geld ziehen. Das ist ganz schön praktisch. Die App ist schön übersichtlich, und wenn man schon mal bei der Bank ist, kann sich auch ein Tagesgeldkonto und ein Depot zulegen, wenn man möchte. Für das Tagesgeldkonto gibt es zzt. nur 0,01 % Zinsen, aber manchmal ist es ja schon praktisch, wenn das Geld, das als Rücklage dient, auf einem anderen Konto liegt. Außerdem kann man Girokonten für die Kinder eröffnen, wenn man welche hat und das möchte; auch diese werden schön übersichtlich in der App angezeigt. Auch die Kinder haben dann eine eigene Maestro- und eine VISA-Karte (auf reiner Guthabenbasis), mit denen sie on- und offline bezahlen und Geld am Automaten ziehen können. Finden meine ziemlich cool. Pünktlich am 18. Geburtstag verschwindet das Kinder-Girokonto aus der Eltern-App.

Die DKB bietet zwar auch ein kostenloses Geschäftskonto, aber nur für Ärzte, Steuerberater und so – nicht für Übersetzer.

Tomorrow: Die umweltfreundliche Bank. Mir fehlt die persönliche Erfahrung, aber würde ich noch ein privates Girokonto brauchen, würde ich Tomorrow ausprobieren. Die Nutzung als Geschäftskonto ist nicht erlaubt.

Kostenlose Girokonten für den Geschäftsverkehr:

All diese Konten dürfen sowohl privat als auch geschäftlich genutzt werden:

N26: Mein Lieblings-Geschäftskonto, das ich für alle Einnahmen und Ausgaben als Übersetzerin und Korrekturleserin verwende. Übersichtliche App, schicke Kreditkarte, die ich über die App deaktivieren kann, weil ich sie eh nicht nutze. Nachteil: Es sind nur Buchungen in Euro möglich. Möchte man Fremdwährungen empfangen oder überweisen, benötigt man Wise (ehemals Transferwise).

Kontist: Das Girokonto bei Kontist habe ich eröffnet, als es über eine Schnäppchenseite mal 100 Euro dafür gab 😊 Seitdem nutze ich es für die Einnahmen aus dem Marktplatz für Musterübersetzungen. Wie bei N26 sind auch bei Kontist nur Sepa-Überweisungen in Euro möglich.

Revolut: Das Girokonto bei Revolut habe ich mir für Überweisungen in Fremdwährungen angeschafft. Die Gebühr für den Währungsumtausch liegt bei 0,5 %; hinzu kommt eine Gebühr für die „Internationale Zahlung“, die je nach Währung zwischen 0,3 % und 5 Euro beträgt. Der Betrag wird aufgeschlüsselt angezeigt, bevor man die Überweisung bestätigt. Revolut sitzt seit dem Brexit nicht mehr in GB, sondern in Litauen.

Wise: Wise hieß früher Transferwise und ist ausgesprochen praktisch für Zahlungsaus- und -eingänge in Fremdwährungen. Mit dem Multiwährungskonto hat man quasi mehrere Girokonten in mehreren Ländern; so habe ich ein US-Konto, auf das meine Agentur in den USA meine Monatsrechnung bezahlt, und auch Konten in Kanada, GB und in der Schweiz. Auftraggeber können also in ihrer Währung auf ein Konto in ihrem Land zu ihren inländischen Gebühren überweisen, und ich kann den Betrag dann in der App entweder in der entsprechenden Währung ausgeben (wenn ich mal etwas in den USA bestelle) oder in Euro auf mein Girokonto überweisen. Die Gebühren richten sich nach Währung und Land; bei Zahlungseingang aus den USA z. B. werden 0,43 % plus 7,50 USD berechnet, für den Zahlungsausgang nach USA 0,41 % plus 0,95 Euro. Wie bei Revolut werden die Gebühren sauber aufgeschlüsselt angezeigt.

 

PayPal: PayPal ist ungemein praktisch, aber auch echt teuer, gerade, wenn es um Fremdwährungen geht. Bis zu 10 % fallen für Währungsumtausch und Überweisung an. Auch bei PayPal ist anzuraten, sich zwei Konten zuzulegen: ein privates und ein geschäftliches. Ich nutze PayPal für den Zahlungseingang von Privatkunden, die eine Urkundenübersetzung benötigen, sowie für Zahlungen von Kunden meiner Onlineshops. Na ja, und zum Online-Shoppen natürlich 😉

 

Uff, 5 Girokonten habe ich somit. 5 Apps auf dem Handy. Plus zweimal PayPal. Plus meine Amazon-Kreditkarte samt App; mit der Amazonkarte zahle ich praktisch alles, was privat ist, und erhalte 0,5 % bzw. 3 % als Cashback. So viele Konten braucht man natürlich nicht wirklich. Aber ein Privat- und ein Geschäftskonto sollten schon sein!

Workshops! Für SEO! Für WordPress-Seiten! Von mir! Online!

Online-Workshop – SEO für WordPress-Seiten

***Edit 7. September 2021: Ich habe durchaus vor, die Online-Workshops wieder anzubieten. September/Oktober war eigentlich angedacht. Leider habe ich seit nunmehr geschlagenen 2 Monaten einen ominösen Atemwegsinfekt (kein Corona ;-)), der es mir unmöglich macht, mehr als zwei Sätze am Stück ohne Hustenanfall zu sprechen. Und das sind keine guten Voraussetzungen für einen 2-stündigen Workshop. Sobald ich wieder fit bin, gibt’s neue Termine.***

Ihr möchtet als Übersetzerin* nicht nur für Agenturen arbeiten, sondern Direktkunden für sich gewinnen? Seien es Privatkunden für Urkundenübersetzungen oder Unternehmen? Eine Website habt ihr bereits, sie klickt nur niemand an?

Dann kommt ihr um eine Suchmaschinenoptimierung eurer Website nicht herum. Wenn ein potenzieller Kunde Suchbegriffe bei Google eingibt und ihr genau seine Anforderungen erfüllen, dann sollte eure Website auch möglichst weit oben auf seiner Trefferliste auftauchen. Wie sonst soll er wissen, dass ihr perfekt zu ihm passt, und euch eine Anfrage schicken?

Glücklicherweise können wir viele Maßnahmen, die zu einer besseren Auffindbarkeit bei Google führen, auch ohne große Vorkenntnisse selbst erledigen. Und genau die möchte ich euch in einem Online-Workshop gern zeigen!

Nach vielen Vorbereitungen und Tests ist es jetzt so weit, und ihr könnt die Teilnahme an einem solchen Workshop über das Shopsystem hier im Blog buchen. Es stehen zwei Workshops zur Verfügung, die hier gebucht werden können:

 

Für Anfänger:

Ihr habt eure Website mit WordPress erstellen lassen und könnt allenfalls mal den Text oder ein Bild selber ändern und Updates durchführen. Ansonsten habt ihr keine Ahnung, worauf es bei der Suchmaschinenoptimierung ankommt, und habt auch noch nie ein Plug-in aus der Nähe gesehen.

  • Ich erkläre euch, was SEO überhaupt ist und wozu man Keywords, Plug-ins und ggf. anderen Schnickschnack braucht.
  • Bei der praktischen Suchmaschinenoptimierung beschränken wir uns auf die Basics: Einstellungen, SEO-Plug-in und Keywords in den Texten.

 

Für Fortgeschrittene:

Ihr habt eure Website selbst erstellt oder haben sie erstellen lassen, pflegt sie aber selbst. Ihr seid in der Lage, neue Unterseiten anzulegen, Bilder hochzuladen und ein Plug-in zu installieren. Nun will eure Website nur noch besser gefunden werden!

  • Ich erkläre nichts weiter, wir gehen gleich an die praktische Arbeit. Gemeinsam zeige ich euch im Dashboard, an welchen Schrauben ihr drehen könnt und solltet, damit eure Website bei Google besser gefunden wird. Wir verbessern den Pagespeed, optimieren Bilder und Texte und gehen dabei auch ans Eingemachte.

 

Voraussetzungen für beide Workshops:

  • bestehende Website, die mit WordPress erstellt wurde
  • Zugangsdaten zum Dashboard dieser Website (zu erreichen unter domain.de/wp-admin, ihr braucht Benutzernamen und Passwort
  • ihr müsst Admin-Rechte haben (ggf. mit der*dem Ersteller Ihrer Website abklären)
  • macht vorher unbedingt ein Back-up und speichert es auf der Festplatte!

Ein Workshop dauert ca. 2 Stunden. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 pro Sitzung beschränkt. Zwar sind die Workshops auch für andere Dienstleister als Übersetzerinnen geeignet, alle Beispiele, Tipps und Maßnahmen sind jedoch auf Übersetzerinnen zugeschnitten. Wir arbeiten alle zusammen live an unseren Seiten. Ihr könnt aber natürlich auch einfach nur zuhören, euch Notizen machen und Maßnahmen später in Ruhe selber umsetzen. Ich habe eine Workshop-Website erstellt, mit der ich euch die Umsetzung der Maßnahmen nicht nur zeigen kann, sondern die auch alles Gelernte in Stichpunkten zum späteren Nachlesen enthält.

Technisches:

Der Workshop findet über Zoom statt. Ihr könnt über das Shopsystem ein Ticket kaufen, erhaltet automatisch eine Rechnung sowie den Link zur Zoom-Meeting. Beides findet ihr nach dem Kauf auch in eurem Kundenkonto, das ihr deshalb anlegen müsst.

 

 

*Männer sind, wie immer, mitgemeit.